Mittwoch, 9. Januar 2013

Lernen in der digitalen Gesellschaft



„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“. Generationen wurde diese Logik von Bildung mit auf den Weg gegeben. In einer Gesellschaft angekommen, in der Lernen aus den Kinderschuhen hinauswächst und „Lebenslanges Lernen“ zur Maxime wird, ist diese Lebensweisheit obsolet.

Doch ist unser Bildungssystem gewappnet für den Lifestyle von morgen? Wenn Politik nicht mehr in Parteiprogrammen gedacht wird, sondern eine „Liquid Democracy“ sich Bottom-up organisiert? Wenn Dinge des täglichen Lebens nicht mehr am Fließband, sondern co-creativ mit dem Kunden, in individuellen Lösungsprozessen entstehen? Wenn Micro-Märkte aus dem Nichts erwachsen und Produkte wünschen, die Algorithmen erst im Augenblick der Nachfrage aggregieren?

Mit Büffeln und Pauken eines festgeschriebenen Wissenskanons in der Institution Schule ist diesem aufkommenden Lifestyle nicht mehr Genüge getan. Doch wie könnte ein Lernsetting heute schon aussehen, das lebensnah und flexibel, selbstorganisierend und schnittstellenorientiert, individualisiert und sozial vernetzt ist und die Basiswerte einer Informationsgesellschaft vermitteln kann?

ZorahTV hat User- & Innovation-Researcher Judith Mühlenhoff in Berlin zum Austausch über diese Fragestellungen getroffen. Im oben gezeigten Video gibt sie einen Erfahrungsbericht über die Social Learning Plattform Coursera.org und reflektiert Lernen 2.0.

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